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Zwischen Kindern, Küche und Karrier

Zwischen Kindern, Küche und Karriere

Wenn es am Mittwoch kommender Woche der politischen Prominenz verbal an den Kragen geht, ist auch Angela Ascher wieder dabei. Die sympathische und trotz Erfolg bodenständig gebliebene 36-Jährige steht zum vierten Mal im Rampenlicht auf dem politischen Bier-Olymp. Beim Starkbieranstich der Paulaner Brauerei (Mittwoch, 19. März, 19 Uhr, live im Bayerischen Fernsehen) mimt sie beim Singspiel als Double die stellvertretende Ministerpräsidentin und Bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner. Das erste Mal spielt Ascher Aigner im vergangenen Jahr. Damals war sie noch Bundeslandwirtschaftsministerin. Die beiden Jahre zuvor hatte Ascher die jetzige Leiterin der Bayerischen Staatskanzlei, Christine Haderthauer, gespielt. Seit Wochen probt Ascher für ihren Auftritt im Singspiel, in dem heuer das klassische Drama Einzug hält. Die Rahmenhandlung: Die Politiker versuchen, Goethes Faust aufzuführen. Mehr Informationen gibt es dazu noch nicht.

Doch der Erfolg in der Schauspielerei hat Ascher nicht abheben lassen. Sie ist auch Mutter und denkt daran, ob ihre Karriere für die beiden Töchter gut ist. Das Bayerische Fernsehen widmet der Dorfenerin, die zusammen mit ihrem Mann und den Töchtern in Wien lebt, zwei Tage vor dem Nockherberg einen eigenen Beitrag. In der Dokumentarfilmreihe „Lebenslinien“ wird Ascher am Montag, 17. März, um 21 Uhr porträtiert. Der Titel der Sendung lautet „Das Nockherberggefühl“. In dem Beitrag wird die Schauspielerin zwischen Kindern, Küche und Karriere und bei den Vorbereitungen für ihren Nockherberg-Auftritt in der Rolle der Bayerischen Wirtschaftsministerin gezeigt.

Angela Ascher gibt hier sehr persönliche Details preis: „Manchmal bin ich Mama, manchmal Schauspielerin. Wenn ich spiele habe ich oft ein schlechtes Gewissen gegenüber meinen Kindern. Ich habe Sorge, sie zu vernachlässigen. Trotzdem liebe ich aber meinen Beruf, die Schauspielerei. Der Wechsel zwischen beiden Rollen ist manchmal sehr schwer. Am schwierigsten ist für mich der Wechsel von der Nockherberg-Bühne zur Familie. Da fehlt mir oft die Aufmerksamkeit und die Euphorie der Proben und der Aufführung. Das Umschalten von der Bühne zur Familie fällt mir manchmal sehr schwer.“ Um Erfolg zu haben, setzt sich Ascher oft unter Druck. „Die Kinder helfen mir dabei, das abzustellen. Das Leben ist zu kurz, um sich permanent Druck zu machen“, sagt sie.

Doch nicht nur bei den „Lebenslinien“ erzählt Angela Ascher aus ihrem Leben. Am Donnerstag, 18. März, ist sie Live-Gast in der BR-Sendung „Wir in Bayern“ (Sendebeginn 15.30 Uhr. Und im Mai freut sich die Dorfenerin auf einen Auftritt in ihrer Heimatstadt. Zum 40-jährigen Jubiläum des Dorfener Gymnasiums übernimmt sie zusammen mit ihrer drei Jahre jüngeren Schwester Simone, die auch Schauspielerin ist, die Moderation des Festabends.

Anton Renner